Prozess - Emmaus 2030!

In den vergangenen Wochen haben sich der Kirchenvorstand und engagierte Personen, die den Kreis des KV erweitert haben, intensiven Beratungsprozessen gewidmet . Das gemeinsame Ziel steht fest: Kirche soll auch in Zukunft nah
bei den Menschen in Kissing bleiben.

 

1. Unser Fundament: Was uns wichtig ist und bleibt

Bei allen Veränderungen lassen wir uns von Werten leiten, die den Markenkern unserer Emmausgemeinde
bilden:

  • Herzlichkeit, Offenheit & Zugehörigkeit: Wir wollen eine einladende Gemeinschaft für alle Generationen
    sein.
  • Starkes Ehrenamt: Das vielfältige Engagement unserer Ehrenamtlichen ist der Motor unseres
    Gemeindelebens.
  • Zentrale Schwerpunkte: Unsere engagierte Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit sowie beliebte
    gottesdienstliche Formate (wie „A3“, "Go Special") sichern wir als zentrale Identifikationspunkte.
  • Fokus für die Zukunft: Besonders junge Familien mit Nachwuchs sowie kirchenferne Personen möchten
    wir noch gezielter ansprechen.

     

2. Der akute Handlungsdruck: Fakten zur aktuellen Lage

Ein Blick auf die reale Situation zeigt, dass ein bloßes „Weiter so“ finanziell wie baulich ausgeschlossen ist:

  • Gebäude & Bausubstanz: Einstufung in Kategorie „B“. Asbestbelastetes (aber momentan ungefährliches, weil komplet versiegeltes) Eternit-Dach, fehlende Dämmung,
    Schimmelbefall im Kellerbereich und Sanierungsstau im Gemeindesaal. Die Gaskosten belaufen sich auf ca. 16.000 € jährlich (ca. 75.000 kWh) in 2025.
  • Finanzielle Mittel: Komplette Zuschusssperre für bauliche Maßnahmen seitens der Landeskirche (ELKB), des Dekanatsbezirkes und damit auch anderer Geber institutioneller Natur, wie polit. Gemeinde. Sinkende Zuweisungen bis 2030 erfordern eigenständige Tragfähigkeit ab 2031.
  • Grundstück & Rechtliches: Das Kernareal (2.676 m²) gehört der Kirchengemeinde. Ein Ziel bleibt, dieses Grundstück im Eigentum der Gemeinde zu halten. Für eine Teilfläche (884 m², wo sich der Inklusionsspielplatz befindet) laufen Gespräche zur rechtlichen Klärung des Status. 
  • Demografie: Rückgang der Mitgliederzahlen (prognostiziert von ca. 1.516 im Jahr 2026 auf ca. 1.130 im Jahr 2036) bei gleichzeitigem Anstieg des Altersdurchschnitts von 44,6 auf 58,2 Jahre.

     

3. Strategische Optionen: Drei Wege in die Zukunft

Auf dem Klausurtag und in den Gremien wurden drei Wegoptionen eingehend geprüft:

Bei allen hier nun beschriebenen Optionen gilt immer die Umsetzung nach Machbarkeit, Finanzierbarkeit und ein Einhaltung der rechtlichen Vorgaben.

 

Option 1: Minimalerhalt (Nichts tun / Nur das Notwendigste)
Diese Option wurde vom Kirchenvorstand eindeutig abgelehnt. Energetisch, finanziell und baulich bietet der bloße Erhalt des Status Quo keinerlei nachhaltige Perspektive für die Zukunft der Gemeinde.

Option 2: Hybrid-Lösung (Teilerhalt der Gebäude)
Bleibt als Reserveoption in der Prüfung: Entweder ein emotional begründeter Teilerhalt des Kirchenraums oder ein wirtschaftlich ausgerichteter Erhalt des Gemeindesaals zur Multifunktionsnutzung.

WUNSCHMODELL Option 3: Komplettlösung & Neuausrichtung
Das derzeit favorisierte Konzept sieht einen Neubau auf unserem Grundstück vor – gemeinsam mit professionellen Partnern.

Erdgeschoss: Ein moderner, barrierefreier und flexibler Multifunktionssaal für Gottesdienste und Gemeindeleben („Kirche nah am Menschen“).
Obergeschosse: Wohnungen oder Gewerbeflächen, deren Mieterträge das Gemeindeleben und die Rauminstandhaltung langfristig und völlig unabhängig von sinkenden Kirchensteuer-Zuweisungen absichern.

 

4. Professionelle Begleitung und nächste Schritte

Um diesen Weg fundiert zu gehen, greift die Emmausgemeinde auf professionelle Unterstützung zurück: Die Beratungsgesellschaft equadra begleitet uns strategisch (hochgradig bezuschusst durch die ELKB). Zudem wurden bereits erste Sondierungsgespräche mit Partnern geführt und die Weichen für die Gespräche mit der politischen Gemeinde Kissing gestellt.

Wir wissen, dass mit Veränderungen auch Emotionen und Abschiedsschmerz verbunden sein können. Umso wichtiger ist uns Transparenz, Offenheit und Ihre aktive Mitgestaltung.
Stellen Sie Ihre Fragen und gestalten Sie den Weg unserer Kirchengemeinde aktiv mit!


„Wir machen uns auf den Weg – das Ziel nimmt Gestalt an, und wir laden Sie ein, diesen Aufbruch gemeinsam mit uns zu wagen.“